Feuerbestattungen

Bei der Feuerbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg im Krematorium eingeäschert. Eine Trauerfeier kann vor der Einäscherung am Sarg der/des Verstorbenen stattfinden oder später, nach der Einäscherung, anlässlich der Urnenbeisetzung. Als Grabstätte für die Urne gibt es folgende Möglichkeiten.

Urnenwahlgräber

Urnenwahlgrab Hauptfriedhof Kassel

Ein Wahlgrab kann aus den verfügbaren freien Grabplätzen ausgewählt werden. Lage und Anzahl der Grabstellen werden selbst bestimmt. Man erhält so ein Recht auf ausschließliche Nutzung der ausgewählten Grabstätte.

Das Nutzungsrecht kann nach Ablauf immer wieder auf maximal 25 Jahre verlängert werden. Es wird nach zwei- und vierstelligen Wahlgrabstätten unterschieden.

Urnenreihengräber

Urnenreihengrab Hauptfriedhof Kassel

Urnenreihengrabstätten sind Grabstätten für die Urnenbestattung, die der Reihe nach belegt werden. Erst im Todesfall ist eine Inanspruchnahme der Gräber möglich.

Die Grablage kann von der Familie/den Angehörigen nicht ausgewählt werden. Die Friedhofsverwaltung bepflanzt die Gräber mit einem Bodendecker, der auch für die Dauer der 20-jährigen Ruhezeit gepflegt wird (Schnitt -, Laub - und Unkrautbeseitigung).

Die Grabstätten werden von der Friedhofsverwaltung zugeteilt. Nach Ablauf der 20jährigen Ruhezeit werden die Reihengräber eingeebnet. Seit dem Jahr 1998 können diese Gräber auf besonderen Wunsch und gegen Gebühr um weitere 5 Jahre genutzt werden. Nach Ablauf dieser Zeit werden die Gräber abgeräumt.

Urnengemeinschaftsanlage

Urnengemeinschaftsanlage Hauptfriedhof Kassel

Die Urnen werden der Reihe nach auf großen repräsentativen, aufgelassenen Erbbegräbnisplätzen beigesetzt. Die Ruhezeit der beigesetzten Urnen beträgt 20 Jahre. Die Grabfläche wird mit immergrünen Stauden bepflanzt und auf die Dauer der Ruhezeit vom Friedhofspersonal gepflegt.

Die Beisetzungsstelle wird nicht einzeln gekennzeichnet. Aber Name und Vorname des/der Verstorbenen werden zentral auf einer Inschriftenplatte festgehalten. Blumen und Buketts können auf einer festgelegten Stelle abgelegt werden.

Friedparkgräber

Friedwald Hauptfriedhof kassel
Friedwald Hauptfriedhof Kassel

Urnen werden bei Friedparkgräbern am Fuße eines Baumes oder Strauches bestattet. Mit dem Kauf dieser Gräber bestehen keine Verpflichtungen zur gärtnerischen Anlage oder Pflege des Grabes oder zum Setzen eines Grabsteines. Alle Kosten für die Dauer der Laufzeit sind abgedeckt! Aber selbstverständlich kann auch auf Wunsch ein Grabbeet angelegt oder eine Steinplatte aufgelegt werden oder ein Grabmal aufgestellt werden - nach Maßgabe der bestehenden Bestimmungen.

Der Boden ist mit Rasen bedeckt, der erhalten bleiben muß. Das Mähen des Rasens wird nur einmal pro Monat durchgeführt - also maximal 5 bis 6 Schnitte pro Jahr. Durch die vorhandenen Bäume und Sträucher wird der Eindruck einer parkartig gestalteten Landschaft vermittelt, der sich durch Einfügen der Grabstätten nicht wesentlich verändern soll. Das Gräberfeld präsentiert sich als gestaltete Natur.

Die Pflege der Bäume wird durch die Friedhofsverwaltung gewährleistet. Vorteil: Weitere Grabpflege- oder Unterhaltungskosten nach der Beisetzung fallen nicht an.

Wichtig: Selbstverständlich können die Friedparkgräber zu Lebzeiten ausgesucht werden. Sie stehen nicht nur den Kasseler Bürger zur Verfügung, sondern auch allen anderen Interessierten.

Anonymes Urnengrab

Anonyme Grabstätte Hauptfriedhof Kassel
Anonyme Grabstätte Hauptfriedhof Kassel

Die Beisetzung der Urne erfolgt in einer anonymen Grabstätte. Die einzelnen Begräbnisplätze haben dabei keinerlei Kennzeichnung. Eine Begleitung der Urne zur Beisetzung ist nicht möglich.

Krematorium Kassel

  • Krematorium Kassel

Feuerbestattung in der Historie

Auf die reinigende Kraft des Feuers vertrauten die Menschen schon drei bis viertausend Jahre v.Chr.. Überlieferungen sprechen bereits bei den alten Germanen von der Totenverbrennung.

Die Verbrennung der Toten ist also in vielen Kulturen schon in früheren Zeiten erfolgt. Sie sollte der Seele den Weg ins Totenreich freimachen. In der Neuzeit ist allerdings die Erdbestattung, nicht zuletzt durch die Christianisierung, die übliche Form der Bestattung in Europa gewesen. Ausnahmen sind bei Seuchenfällen und in Kriegszeiten bekannt.

Im Jahre 1876 entstanden die ersten Krematorien in Europa (Mailand) und Nordamerika (Washington). Zwei Jahre später (1878) wurde das erste deutsche Krematorium in Gotha seiner Bestimmung übergeben. 1891 erfolgte der Betrieb einer weiteren Anlage in Heidelberg. Die Nachfrage nach Einäscherungs-
möglichkeiten durch interessierte Menschen führte zur Gründung von Feuerbestattungsvereinen, die auf die städtischen Körperschaften politischen Einfluss ausübten. Das Ziel war es in allen größeren Städten Krematorien zu gründen.

Erstmals wurde für das Deutsche Reich im Jahr 1934 ein einheitliches Feuerbestattungsgesetz erlassen. Einzelne Bundesländer haben Mitte der 60ziger Jahre eigene Gesetze erlassen, die auch den Bau und den Betrieb von Krematorien regeln. Hessen arbeitet noch immer nach dem oben genannten Gesetz von 1934. Ein neues Bestattungsgesetz wird zur Zeit erarbeitet.

Feuerbestattung Heute

Während bis vor wenigen Jahren Erdbestattungen überwogen, ist heute die Kremation und die Urnenbeisetzung die absolut akzeptierte Bestattungsform. Beide Bestattungsarten stehen gleichberechtigt nebeneinander. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Kremationen und damit die Zahl der Urnenbeisetzungen stetig an. Im Jahr 2004 lag in Kassel der Anteil der Urnenbeisetzungen bei
etwa 55 Prozent.

 

Das Gebäube

Das Gebäude des Krematoriums wurde um die Jahrtausendwende neu gebaut, es ging im Mai 2000 in Betrieb. Die Architektur zählt zu den interessantesten ihrer Art in Deutschland. Dies gilt nicht nur für die preisgekrönte Fassade, sondern auch für die Innenraumgestaltung im sogenannten Ofenvorraum / Abschiedsraum.

Für den Architekten war es eine interessante und anspruchsvolle Aufgabe, den voluminösen Baukörper in das vorhandene Gebäudeensemble einzufügen. Eine weitere Forderung der Friedhofsverwaltung bestand in der unterirdischen Anbindung des neuen Krematoriums an das vorhandene Sarglager im bestehenden Gebäudekomplex. Der Stahlbetonkörper wurde mit einer Glashaut versehen und wirkt dadurch leicht und offen. Durch große Fensteröffnungen in den Wänden und im Dach kommt sehr viel natürliches Licht in das Innere des Gebäudes. Damit wird für die Mitarbeiter und Besucher eine angenehme Atmosphäre geschaffen.

Auf die Gestaltung des Ofenvorraumes wurde besonderer Wert gelegt. 
Dieser Raum wurde hell, freundlich und ansprechend gestaltet und ist einer der attraktivsten aller deutschen Krematorien. Hier sind nach Absprache mit den Mitarbeitern persönliche, individuelle und würdevolle Abschiednahmen am Sarg möglich, auf Wunsch auch mit musikalischer Begleitung.

Immer erreichbar! 0561-15375
Buhle Bestattungen
Obere Karlsstraße 6
(Ecke Fünffensterstraße)
34117 Kassel
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