Testament:

Wenn ein Sterbefall eintritt, so stellt sich die Frage, wer den Nachlass erben soll. Um seinen eignen Willen eindeutig zu regeln und um eventuellen Missverständnissen und Streitigkeiten vorzubeugen, empfiehlt es sich ein Testament zu verfassen.

Dabei gibt es folgendes zu beachten:

Rechtliche Auskünfte zum Erbrecht kann nur ein Rechtsanwalt oder Notar geben. Dieser erstellt ihnen auf Wunsch auch ein Notarielles Testament, bei einem Privaten Testament gilt:

· Das Testament muss handschriftlich verfasst worden sein

· Es muss Ort und Datum des Erstellens enthalten

· Es muss vom Verfasser eigenhändig unterschrieben sein

· Bei jeder Änderung muss das Testament wieder mit Unterschrift, Ort
  und Datum versehen werden, vorhandenem Text durchstreichen oder
  unkenntlich machen sollte unterbleiben

· Bei einem gemeinsamen Testament zwischen Ehepartnern müssen immer
  beide Partner unterschreiben

Nach einem Sterbefall muss das Testament unverzüglich, von den Angehörigen oder von uns, beim Amtsgericht eingereicht werden. Das Amtsgericht lädt dann zur

Testamentseröffnung alle im Testament bedachten oder durch das Gesetz erbberechtigten Personen ein.

Die Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung können Sie schriftlich für den Fall Ihrer Entscheidungsunfähigkeit im Voraus festlegen, ob und wie Sie in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchten. Das Gesetz definiert die Patientenverfügung als schriftliche Festlegung einer volljährigen Person, ob sie in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen ihres Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt (§§ 1901a Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs - BGB).

Sie können die Patientenverfügung auch um Bitten oder bloße Richtlinien für eine Vertreterin oder einen Vertreter sowie für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte und das Behandlungsteam ergänzen. Zudem kann es sinnvoll sein, auch persönliche Wertvorstellungen, Einstellungen zum eigenen Leben und Sterben und religiöse Anschauungen als Ergänzung und Auslegungshilfe Ihrer Patientenverfügung zu schildern.

Auf diese Weise können Sie Einfluss auf eine spätere ärztliche Behandlung nehmen und damit Ihr Selbstbestimmungsrecht wahren, auch wenn Sie zum Zeitpunkt der Behandlung nicht mehr ansprechbar und nicht mehr einwilligungsfähig sind.

Die Patientenverfügung richtet sich in erster Linie an die Ärztin oder den Arzt und das Behandlungsteam. Sie kann sich zusätzlich an eine bevollmächtigte oder gesetzliche Vertreterin oder einen bevollmächtigten oder gesetzlichen Vertreter richten und Anweisungen oder Bitten zur Auslegung und Durchset­zung der Patientenverfügung enthalten.

Wenn die Patientenverfügung in verschiedenen Situationen gelten soll (z.B. für die Sterbephase, bei einem dauernden Verlust der Einsichts- und Kommunikationsfähigkeit, im Endstadium einer unheilbaren Erkrankung), sollten Sie überlegen, ob die festgelegten Behandlungswünsche (z. B. die Durchführung oder die Ablehnung bestimmter Maßnahmen wie die künstliche Ernährung, die künstliche Beatmung und anderes) in allen beschriebenen Situationen gelten sollen oder ob Sie für verschiedene Situationen auch verschiedene Behandlungswünsche festlegen möchten (lehnen Sie beispielsweise eine künstliche Ernährung nur in der Sterbephase oder auch bei einer weitfortgeschrittenen Demenzerkrankung ab?).

 ( Quelle: Bundesministerium der Justiz )

 "Egal wo und unter welchen Umständen ein Todesfall eintritt, Sie haben immer die freie Bestatter wahl "

Wichtige Dokumente im Todesfall:

Im Todesfall ist es erforderlich, die folgenden Unterlagen beizubringen:

  • Personalausweis des Verstorbenen
  • Todesbescheinigung (vom Arzt) bzw. Leichenschauschein
  • (bei Ledigen) Geburtsurkunde
  • (bei Verheirateten) Heiratsurkunde
  • (bei Geschiedenen) Rechtskräftiges Scheidungsurteil und Heiratsurkunde
  • (bei Verwitweten) Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des Ehepartners

Die vorgenannten Unterlagen sind jeweils im Original zur Beurkundung des Sterbefalls vorzulegen.

  • ggf. Versichertenkarte der jeweiligen Krankenkasse
  • ggf. vorhandener Bestattungsvorsorgevertrag
  • ggf. Versicherungsunterlagen
Immer erreichbar! 0561-15375
Bestattungsvorsorge Bundesverband Deutscher Bestatter eV.